Naturheilpraxis IMPULSANA

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Kokosfett oder Kokosöl?

Hierbei handelt es sich um ein und dasselbe Produkt. Die Begriffe "Fett" und "Öl" zeigen lediglich den unterschiedlichen Aggregatzustand an.  „Fett“ beschreibt den festen und „Öl“ den flüssigen Zustand. Natives Kokosfett liegt bei Zimmertemperatur zumeist in fester Form - gut streichfähiger Form vor, ab 24°C wird es flüssig. Im Kühlschrank kann das Kokosöl relativ fest werden. Ein schonend gepresstes BIO Kokosfett mit der Bezeichnung VCO (Virgin Coconut Oil) ist weiss im festen und transparent im flüssigen Zustand. 

 

Virgin Coconut Oil verströmt einen feinen Kokosnuss-Duft. Bei einem hochwertigen BIO-Kokosöl VCO wird auf technische Verfahren wie Desodorieren, Fetthärtung, Bleichen u.a. Absurditäten verzichtet, welche das Fett in seiner Qualität mindern und sogar die biologischen Prozesse im menschlichen Organismus negativ beeinflussen können. 

 

Gesättigte Fettsäuren

Bei all den Negativ-Schlagzeilen wird leicht vergessen, dass auch die gesättigten Fettsäuren wichtige Aufgaben im Körper erfüllen. Der Körper selbst stellt sie her, weil die gesättigten Fettsäuren wichtige Funktionen im Körper übernehmen. Sogar die Hälfte der Fettsäuren in der Muttermilch bestehen aus gesättigten Fettsäuren.

 

  • Gesättigte Fettsäuren sind unempfindlich gegenüber Licht und Sauerstoff, so dass sie kaum oxidieren (ranzig werden).

  • Zusammen mit dem Cholesterin festigen sie unsere Zellmembranen.

  • Langkettige gesättigte Fettsäuren sind wichtige Energielieferanten, u.a. für die Herz- und Muskelzellen.

  • Kurz- und mittelkettige Fettsäuren sind besonders leicht verdaulich und werden zur Energiegewinnung verwendet.

  • Die in Kokosfett dominierende Laurinsäure wirkt zudem antimikrobiell.

Quelle: Ulrike Gonder „Fett“, Herzelverlag 2006

 

Transfettsäuren

Transfettsäuren machen ein Fett hart. Diese Eigenschaft macht man sich bei der industriellen Fetthärtung zunutze, wenn aus flüssigen Ölen z.B. streichfähige Margarine hergestellt wird. Mittlerweile ist klar: Wenn es eine Art von ungesunden Fettsäuren gibt, dann gehören die Transfettsäuren dazu.

 

  • Transfettsäuren können in Zellmembranen eingebaut werden und deren Eigenschaften negativ beeinflussen.

  • Sie reichern sich im Körper an und behindern die Nutzung anderer ungesättigter Fettsäuren.

  • Sie erhöhen den Cholesterinspiegel und senken die Insulinempfindlichkeit, was wiederum Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislaufkrankheiten begünstigt.

  • Ein hoher Transfettsäuren-Verzehr geht mit erhöhten Infarkt-Raten und Entwicklungsstörungen bei Kindern einher.

Quelle: Ulrike Gonder „Fett“, Herzelverlag 2006

 

 

Bei konventionell hergestellten Ölen und Fetten kommen verschiedene Raffinations-Methoden zum Einsatz. Um mehr Ertrag zu erzielen, werden bei der Pressung Lösungsmittel beigefügt, welche danach nicht gänzlich ohne Rückstände aus dem Öl heraus gefiltert werden können. Kokosöl welches z.B. aus nicht erntefrischen Kokosnüssen gewonnen wurde, erscheint grau. Durch spezielle Verfahren erhält das Öl wieder seine weisse Farbe. Selbst ranziges Öl kann durch diese Verfahren geschmacklich neutral werden. Selbstredend werden mit diesen Techniken auch erwünschte Stoffe wie die Laurinsäure im Kokosfett zerstört.  

 

Jedes Öl hat sein Einsatzgebiet

Für eine gesunde Ernährung ist die richtige Wahl und eine hohe Qualität der Fette und Öle unerlässlich. Zum Braten eignen sich zum Beispiel Butter, Olivenöl oder Kokosöl. Wobei sich letzteres am höchsten erhitzen lässt. Sobald eine Rauchentwicklung beim Erhitzen von Öl oder Fett entsteht, ist der sogenannte Rauchpunkt erreicht. Hierbei entwickeln sich gesunheitsschädliche Stoffe und das Öl sollte nicht mehr verwendet werden! 

Übrigens: Jedes Öl oder Fett belastet die Gewässer und sollte daher nie im Spülbecken entsorgt werden (auch um der Rohre und Wasserleitungen willen). Kleine Mengen Öl lassen sich am einfachsten mit einem Haushaltspapier beseitigen, welches mit dem Hauskehrricht entsorgt wird. Grössere Mengen Öl (z.B. wenn es ranzig geworden ist) nur in speziellen Behältnissen in Wertstoffsammlungen entsorgen.

 

Omega-Fettsäuren

Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist oft von den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren die Rede. Auch hier gibt es keine an sich schlechte Fettsäure, sondern es kommt auf das Mengenverhältnis zueinander an, welches bei 1:3 bis 1:5 liegt. Dieses ideale Mengenverhältniss der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren findet sich im Hanföl, Walnussöl oder im Rapsöl. 

 

Alle diese Öle dürfen jedoch ausschliesslich in der kalten Küche verwendet bzw. keinesfalls erhitzt werden. Um einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren zu beheben eignet sich Leinöl, da dieses Öl gleich vier Mal mehr Omega-3-Fettsäuren als Omega-6-Fettsäuren enthält. 

 

Die Omega-3-Fettsäuren spielen in zahlreichen biologischen Prozessen des menschlichen Organismus eine Schlüsselrolle. So kann eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sich positiv auf den Blutzuckerspiegel, das Hormonsystem, die Gefässgesundheit, die Gehirnfunktion oder den Cholesterinspiegel haben. Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essentiellen Nährstoffen. Das heisst, dass der Körper diese Stoffe nicht selber bilden kann und daher diese lebensnotwendigen Fettsäuren über die Nahrung zuführten muss.

 

Viele Menschen wissen nicht, dass es unterschiedliche Omega-3-Fettsäuren gibt. In den Pflanzenölen und Nüssen kommt die Omega-3-Fettsäure "Alpha-Linolensäure" vor. Die für den Menschen besonders wichtige und wirksame Omega-3-Fettsäure ist jedoch die Eicosapentaensäure (EPA) und die Desoxihexaensäure (DHA). Aus der Alpha-Linolensäure kann der Körper nur zu einem sehr geringen Teil EPA produzieren. EPA und DHA findet sich in Fisch, Krill und bestimmten Allgen. Wer seine Omega-3-Versorgung mit einem Pflanzenöl gewährleisten möchte, empfiehlt sich ein Leinöl, welches mit DHA und EPA aus einer Alge ergänzt ist.

 

 

Fazit:

Öl ist nicht gleich Öl

Es gibt in der Natur keine "schlechten Fettsäuren". Ob lang- oder mittelkettige gesättigte, ungesättigte oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Entscheidend für Nutzen oder Schaden sind die Mengenverhältnisse und vor allem die Produktqualität. Öl ist nicht gleich Öl. 

 

Achten Sie beim Kauf auf Herkunft, Qualität und Gewinnung des Rohstoffs, auf die Art der Pressung bis hin zur Weiterverarbeitung. Kontrollierte und analysierte Bio-Saaten, schonende Pressung und möglichst naturbelassene Abfüllung sowie kurze und transparent nachvollziehbare Transportwege sind ebenfalls von grosser Bedeutung für die Wertigkeit und Qualität jeden Pflanzenöls. 

 

 

MERKE:

Alle Pflanzenöle welche reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind, sind besonders instabil und oxidieren sehr schnell durch die Einwirkung von Wärme, Sonne und Luft. Daher ist besonders für solcherlei Öle eine schonende Kaltpressung und kurze Wege bis zum Endverbraucher von entscheidender Bedeutung für Qualität und Geschmack. brunozimmer Öle stehen für höchste Qualität, schonende Herstellung und direkte kurze Transportwege. bei claresol werden die pressfrischen Öle permanent kühl und dunkel gelagert, so bleiben Geschmack und Inhaltsstoffe längstmöglich erhalten.

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